Die Schlange des Pharao
Ein ungewöhnlicher, spektakulärer Versuch, der einfach durchzuführen
ist (DG).
Geräte und Chemikalien:
Feuerfeste Unterlage, Schutzbrille, Messzylinder, Feuerzeug, Sand,
Ethanol, Emser Pastillen
Versuchsdurchführung:
Auf eine feuerfeste Unterlage wird Sand zu einem kleinen Berg aufgeschüttet,
dann werden in die Mitte drei bis vier Emser Pastillen gesetzt. Im Messzylinder
werden 5 ml Ethanol abgemessen und über die Pastillen gegeben. Der
Alkohol wird dann mit dem Feuerzeug entzündet.
Beobachtung:
Nach einiger Zeit werden die Pastillen schwarz, blähen sich auf und
eine oder mehrere "Schlangen" wachsen heraus. Nach etwa 10
Minuten ist der Prozess beendet und die bis zu einem Meter langen,
daumendicken, ebenfalls schwarzen "Schlangen" kühlen sich ab.
Sie haben eine poröse Struktur, sind federleicht und formstabil.
Film:
Hier bieten wir einen Film (1459 KB, mpg-Format)
zum Experiment an.
Deutung:
Die Emser Pastillen bestehen zum größten Teil aus Natriumhydrogencarbonat
( NaHCO3) und Zucker (C12H22O11).
Durch das Abbrennen des Alkohols wird die eigentliche exotherme Reaktion
aktiviert: durch das Erhitzen wird Kohlenstoffdioxid (CO2) frei,
der Zucker schmilzt und verbrennt bzw. verkohlt teilweise. Das entstehende
Gas bläht den Zucker bzw. die verkohlten Überreste auf. Dies
sind die sogenannten Pharao-Schlangen.
Quellen:
Chemische Kabinettstücke von H.W. Roesky und K. Möckel vom
Verlag Chemie in Weinheim erschienen 1994, Versuch 8 Seite 20- 22.
Ausgearbeitet im Rahmen der Chemie-AG des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums
Wilhelmshaven von Daniela Gorgievska
Letzte Änderung: 03.06.1999
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