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Geschichte
Napoleon Bonaparte
- Der Untergang -
Nach seinen großen Erfolgen mit der Niederwerfung
Britanniens, mit der Expedition nach Ägypten und
mit der Ernennung zum Kaiser auf Lebenszeit in Frankreich,
kämpfte Napoleon in den Jahren 1813-1815 nur noch
um die Erhaltung seines Thrones. Angefeuert durch die
russischen Erfolge, die die "Große französische
Armee" in Rußland vernichtend geschlagen
hatten, erhoben sich die europäischen Nationen
gegen die französische Zwingerherrschaft, und wenn
Bonaparte auch mit neuen Truppen die ersten Schlachten
der Befreiungskriege noch gewann, so wurde er doch bald
in die Verteidigung gedrängt. Ende März 1814
marschierten die Verbündeten in Paris ein. Ein
Vertrag von Fontainebleau mußte Napoleon für
sich und seinen Sohn auf die Thronfolge verzichten und
wurde auf die Insel Elba verbannt. Die wachsende Entfremdung
zwischen den verbündeten europäischen Staaten
auf dem Wiener Kongreß und die Unzufriedenheit
der Franzosen mit der zurückgekehrten Bourbonenherrschaft
ermutigten ihn dann 1815 zu einem letzten Versuch die
Macht zurückzugewinnen. Er landete am 01.03.1815
überraschend in Frankreich und zog in Paris ein.
Doch er konnte die Masse des französischen Bürgertums
nicht mehr für sich gewinnen, und der Wiener Kongreß
erklärte ihn geschlossen zum ,,Feind des Friedens".
Nach militärischen Anfangserfolgen wurde er bei
Waterloo (18.06.1815) vernichtend geschlagen. Sein neuer
Verbannungsort wurde die entlegene Insel St. Helena
im Atlantik, wo er unter strenger englischer Bewachung
gehalten wurde. Hier schrieb er in den letzten Jahren
seines Lebens sein vielbändiges Memoirenwerk. In
seinen Memoiren, propagierte er die Legende, sein politisches
Ziel sei die Befreiung der Völker gewesen, an deren
Verwirklichung ihn nur seine Feinde (vor allem Großbritannien)
gehindert hätten. Sie wurde besonders von Napoleon
den III. vertreten. Napoleon Bonaparte starb am 05.05.1821
an Magenkrebs.
Nachdem die Wunden des Krieges vernarbt und vergessen
waren, wurde die ,,Gloire" des Staates unter der
Herrschaft des Korsen, die Macht seiner Persönlichkeit
und seiner fortschrittlichen Ideen zum Ideal vieler
Franzosen (Bonapartisten). 1840 wurde die Leiche des
Kaisers in einem triumphalen Zug nach Paris übergeführt
und im Invalidendom beigesetzt, und noch heute verehrt
ihn vor allem das französische Heer als seinen
größten Feldherrn.
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