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Le grand Empire
- Europa im Zeitalter Napoleons -
Da bei dem Versuch des Direktoriums durch militärische
Erfolge von den wirtschaftlichen Nöten und den royalistischen
und jakobinischen Unruhen abzulenken, das einzige Resultat
die spektakulären Niederlagen im Mittelmeerraum waren,
wurde der Sturz des Direktoriums unumgänglich (1799).
Der "Patriarch der Revolution" Sieyés, der
Polizeiminister Fouché und der Außenminister Talleyrant
bildeten die maßgebende Macht der Verschwörer. Zu diesem
Zeitpunkt wurde Napoleons Rückkehr aus Ägypten gerade
von der Pariser Bevölkerung enthusiastisch gefeiert
(Napoleon hatte scheinbar kein politisches Konzept.).
Direkt nach dem Umsturz des Direktoriums feierten Sieyés,
Docus und Napoleon ihr Triumvirat durch die Bildung
eines Kollegiums von drei Konsuln, in dem Napoleon erster
Konsul war. Napoleons Staatsstreich war gelungen und
bildete die Grundlage der inneren Neuordnung. Er schaffte
sich den formal-demokratischen Rahmen für eine Militärmonarchie,
stabilisierte die innenpolitischen Verhältnisse und
bereitete den zweiten Koalitionskrieg innerhalb weniger
Monate vor. Napoleons starker Einfluß wurde unter anderem
dadurch gezeigt, daß er beispielsweise Sieyés mit der
Ausarbeitung einer neuen Verfassung beauftragte. Die
Regierungsautorität wurde gestärkt und Napoleon erreichte,
daß ihm die uneingeschränkte Exekutivgewalt zugeschrieben
wurde. Das erste Resultat beinhaltete die Verfassung,
die vor der vorgeschriebenen Volksbefragung nach Napoleons
Willen am 15.12.1799 in Kraft trat. Napoleons Wille
wurde offensichtlich, da die Rechte der Bürger fehlten,
und die Beteiligung des Volkes an der Wahl durch ein
indirektes dreistufiges Wahlrecht nahezu verhindert
wurde. Die Aufgabe der Gesetzgebung wurde aufgeteilt
in vier Versammlungen, die vielmehr ernannt und nicht
gewählt wurden. Die Folge daraus war eine sehr schwache
Legislative. Der Staatsrat stand dem ersten Konsul mit
fünf Abteilungen zur Seite und wurde durch die Macht
des ersten Konsuls noch gesteigert. Er konnte Gesetze
ergänzen, und sogar umgestalten. Die Allmacht Napoleons
wurde im Artikel 41 begründet, er beinhaltete seine
Rechte, eine Diktatur wurde offensichtlich. Napoleons
Herrschaft wurde auch als "militärisch-demokratischer
Caesarismus" bezeichnet; Grund dafür waren seine
Prioritäten in der Treue des Heeres und der Gunst des
Volkes. ð beste Voraussetzungen für eine Herrschaft.
Die Gunst des Volkes läßt sich darauf zurückführen,
daß Napoleon die Revolution zwar als beendet erklärt,
die revolutionär errungenen Grundfreiheiten allerdings
ließ er bestehen. Die Folge war, daß 1802 bei einer
Volksbefragung Napoleons Herrscherzeit von 10 Jahren
aufs Lebenslängliche verlängert wurde, und es wurde
ihm die Möglichkeit eingeräumt ,seinen Nachfolger zu
designieren.
1801/1802: Abschluß der Friedensverträge
von Lunéville und Amiens schließen den 2. Koalitionskrieg
für Frankreich günstig ab. Sie bestätigen den Frieden
von Campo Formio und sehen Entschädigungen für Gebietsabtretungen
vor.
1803: werden sie für das deutsche Reich
im Reichsdeputationshauptschluß verwirklicht.
1804 Bonaparte krönt sich als Napoleon
I zum Kaiser der Franzosen.
Begründung
einer neuen ERBMONARCHIE.
1804-1810: Schaffung eines neuen Rechtssystems
ð CODE CIVIL
1805: Dritter Koalitionskrieg: Großbritannien
vereinigt sich mit Rußland, Österreich, Schweden und
Neapel gegen Frankreich.
1806: Bildung des Rheinbundes
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